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Wissenswertes

Führerscheinklassen in Deutschland

Das deutsche Führerscheinsystem kennt zahlreiche Klassen, die sich an verschiedenen Fahrzeugtypen und Leistungsstufen orientieren. Seit der EU-weiten Harmonisierung 2013 gelten einheitliche Bezeichnungen. Hier finden Sie eine Übersicht über alle relevanten Führerscheinklassen.

Pkw-Führerscheinklassen

Die wichtigsten Klassen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge:

  • Klasse B: Fahrzeuge bis 3.500 kg zGM, bis 8 Sitzplätze (ab 18 Jahre, BF17 ab 17)
  • Klasse B96: Klasse B mit Anhänger über 750 kg, Kombination bis 4.250 kg
  • Klasse BE: Klasse B mit Anhänger über 750 kg, Anhänger bis 3.500 kg
  • Klasse B196: Klasse B mit Berechtigung für Leichtkrafträder bis 125 ccm

Die Klasse B ist der am häufigsten erworbene Führerschein in Deutschland. Sie berechtigt auch zum Führen von Kleinkrafträdern (Klasse AM) und landwirtschaftlichen Zugmaschinen (Klasse L).

Motorrad-Führerscheinklassen

Die Klassen für Zweiräder und Dreiräder:

  • Klasse AM: Mopeds und Roller bis 45 km/h (ab 15 Jahre)
  • Klasse A1: Leichtkrafträder bis 125 ccm und 11 kW (ab 16 Jahre)
  • Klasse A2: Motorräder bis 35 kW (ab 18 Jahre)
  • Klasse A: Motorräder ohne Leistungsbeschränkung (ab 24 Jahre, bei Vorbesitz A2 ab 20 Jahre)

Der Stufenführerschein ermöglicht einen erleichterten Aufstieg: Nach zwei Jahren A1 kann man durch eine praktische Prüfung auf A2 aufsteigen, nach zwei Jahren A2 entsprechend auf A.

Lkw- und Bus-Führerscheinklassen

Für gewerbliche Fahrzeuge gelten spezielle Klassen:

  • Klasse C1: Lkw bis 7.500 kg zGM (ab 18 Jahre)
  • Klasse C: Lkw über 3.500 kg zGM (ab 21 Jahre)
  • Klasse D1: Busse bis 16 Fahrgastplätze (ab 21 Jahre)
  • Klasse D: Busse mit mehr als 8 Fahrgastplätzen (ab 24 Jahre)

Für Lkw- und Bus-Führerscheine ist eine Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz erforderlich. Zudem müssen diese Klassen alle fünf Jahre erneuert werden.

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