Teilkasko und Vollkasko im Vergleich
Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es die freiwilligen Kaskoversicherungen. Diese schützen Ihr eigenes Fahrzeug – je nach Tarif vor unterschiedlichen Risiken. Die Wahl zwischen Teilkasko und Vollkasko hängt vom Fahrzeugwert, Alter und Ihrer persönlichen Risikobereitschaft ab.
Teilkasko – Schutz vor äußeren Einflüssen
Die Teilkasko deckt Schäden ab, die durch äußere Einwirkungen entstehen und nicht durch den Fahrer selbst verursacht werden:
- ●Diebstahl und Einbruch
- ●Brand und Explosion
- ●Naturereignisse wie Sturm, Hagel, Überschwemmung und Blitzschlag
- ●Glasbruch (Windschutzscheibe und alle anderen Scheiben)
- ●Wildunfälle (Zusammenstoß mit Haarwild)
- ●Kurzschlussschäden an der Verkabelung
- ●Marderbiss (inklusive Folgeschäden je nach Tarif)
Die Teilkasko hat keinen Einfluss auf die Schadenfreiheitsklasse – ein gemeldeter Schaden führt also nicht zu einer Beitragserhöhung.
Vollkasko – umfassender Schutz
Die Vollkasko umfasst alle Leistungen der Teilkasko und bietet zusätzlich Schutz bei:
- ●Selbst verschuldeten Unfällen
- ●Vandalismus und mutwilliger Beschädigung
- ●Fahrerflucht des Unfallgegners
Im Gegensatz zur Teilkasko wird bei der Vollkasko eine Schadenfreiheitsklasse geführt. Ein gemeldeter Vollkasko-Schaden kann zu einer Rückstufung und höheren Beiträgen führen. Daher sollten kleinere Schäden sorgfältig abgewogen werden.
Welche Versicherung ist die richtige?
Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab:
- ●Neuwagen und junge Gebrauchte (bis ca. 5 Jahre): Vollkasko empfohlen
- ●Fahrzeuge mittleren Alters (5–8 Jahre): Teilkasko oft ausreichend
- ●Ältere Fahrzeuge (über 8 Jahre): Haftpflicht plus Teilkasko in der Regel genügend
Beachten Sie auch die Selbstbeteiligung: Eine höhere Selbstbeteiligung senkt den Beitrag, bedeutet aber höhere Kosten im Schadensfall. Übliche Beträge sind 150 Euro bei Teilkasko und 300 Euro bei Vollkasko.
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