TÜV-Hauptuntersuchung (HU)
Die Hauptuntersuchung (HU), umgangssprachlich TÜV genannt, ist für alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge Pflicht. Sie dient der Verkehrssicherheit und muss in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Eine bestandene HU wird durch die TÜV-Plakette auf dem hinteren Kennzeichen dokumentiert.
Prüfintervalle und Fristen
Die Intervalle für die Hauptuntersuchung variieren je nach Fahrzeugart:
- ●Pkw (Neuwagen): Erste HU nach 36 Monaten, danach alle 24 Monate
- ●Pkw (Gebraucht): Alle 24 Monate
- ●Motorräder: Alle 24 Monate
- ●Wohnmobile bis 3,5t: Alle 24 Monate
- ●Anhänger bis 750 kg: Alle 24 Monate
Wird die Frist um mehr als zwei Monate überzogen, droht ein Bußgeld. Bei mehr als acht Monaten Überschreitung kommt ein Punkt in Flensburg hinzu. Außerdem wird dann eine vertiefte HU durchgeführt, die teurer ist.
Ablauf der Hauptuntersuchung
Bei der Hauptuntersuchung werden folgende Bereiche geprüft:
- ●Bremsen (Wirkung und Gleichmäßigkeit)
- ●Lenkung und Fahrwerk
- ●Beleuchtung und Elektrik
- ●Reifen (Profiltiefe und Zustand)
- ●Abgasanlage und Emissionen
- ●Karosserie und Rahmen
- ●Sicherheitseinrichtungen (Gurte, Airbags)
- ●Spiegel und Sicht
- ●Umweltverträglichkeit
Die Prüfung dauert in der Regel 30–60 Minuten. Die Kosten variieren je nach Fahrzeugart und Prüforganisation.
Mängelkategorien und Konsequenzen
Die Prüfer unterscheiden verschiedene Mängelkategorien:
- ●Ohne Mängel: Plakette wird erteilt
- ●Geringe Mängel (GM): Plakette wird erteilt, Mängel sollten zeitnah behoben werden
- ●Erhebliche Mängel (EM): Keine Plakette, Nachprüfung innerhalb eines Monats erforderlich
- ●Gefährliche Mängel (VM): Fahrzeug darf nicht weiter am Straßenverkehr teilnehmen
- ●Verkehrsunsicher (VU): Fahrzeug wird sofort stillgelegt
Bei einer Nachprüfung werden nur die beanstandeten Punkte erneut geprüft. Die Gebühren sind dann geringer als bei der vollständigen HU.
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